In Frankreich geht's strenger zu

 

Haiger, 10.07.2013.

"À bien-tôt" (bis bald) hieß es, als die 31 Austauschschüler der Johann-Textor-Schule sich von ihren französischen Freunden verabschieden mussten. Für September ist der Gegenbesuch der Schülerinnen und Schüler des College Jean Zay aus Le Houlme in Haiger geplant. Und bis dahin besteht die Kommunikation mit den "Corres" per Brief und via Internet.

Begeistert waren die Haigerer Schüler und die beiden Lehrerinnen Gunhild Lauber und Ute Sahliger-Nedwidek von der Gastfreundschaft in der Normandie. Erstmals weilten die Haigerer Textor-Schüler über ein Wochenende in den französischen Familien. Eigens für sie wurden Tagesausflüge unternommen. Gemeinsam ging es zum Shoppen, Freunde besuchen oder auch zu Geburtstagfeiern. Beim Besuch des Vaters ihrer "coresse" habe der sogar die Einzimmerwohnung geräumt und im Auto genächtigt, wusste Mabel beeindruckt zu berichten.

Frankreich-Austausch
31 Austauschschüler der Johann-Textor-Schule waren jetzt in der Normandie zu Gast
und von der Gastfreundschaft ihrer französischen Gastgeber begeistert.  (Foto: privat)

Der absolute Höhepunkt für alle war aber die gemeinsame Fahrt nach Paris, zu der eine Bootsfahrt auf der Seine und ein "Walk" auf der Champs Elysées gehörten. Eine Führung durch Rouen, eine Rallye durch das Hafenstädtchen Houfluer und der Besuch einer Käserei in Livarot gehörten ebenfalls zum Programm.

Natürlich nahmen die Haigerer Achtklässler auch am Unterricht im College teil. Ganz dem Unterricht folgen konnten die Schüler, die erst seit zwei Jahren in der Schule Französisch lernen, jedoch nicht. Die "Textorianer" stellten einen Unterschied zum Unterricht in Deutschland fest. "In Frankreich haben die Klassenlehrer feste Klassen und die Schüler müssen die Räume wechseln", erklärt Lynn. Generell gehe es in der Schule in Frankreich etwas strenger zu. Und das Essen in der Schulkantine wird, anders als in Deutschland, von nahezu allen Schülern in Anspruch genommen.
 

(Mit freundlicher Genehmigung des Haigerer Kuriers, Text: Ute Jung.)