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Berufe mit Hochspannung - die EAM zu Gast

Haiger, 23.01.2023

Die EAM zu Gast an der JTSWelche Berufe gibt es bei einem Stromversorger wie EAM? Welche Ausbildungen kann man dort machen? Kompetente Antworten auf diese und viele andere Fragen hatten Henrik Bräuer und Ole Wüst, Auszubildende zum Elektroniker für Betriebstechnik bei der EAM. Im Rahmen des Projekts „I AM MINT“, bei dem Schülerinnen und Schüler naturwissenschaftliche Berufe kennenlernen sollen, waren sie zu Gast an der JTS, um ihren Arbeitgeber EAM und die dort angebotenen Ausbildungsmöglichkeiten vorzustellen.

So erfuhren die Achtklässler des Realschulzweigs, dass die EAM bereits seit 1937 ausbildet und derzeit ca. 1400 Mitarbeiter an 20 Standorten beschäftigt, die dafür sorgen, dass 1,4 Millionen Menschen ihren Strom bekommen. Mit Blick auf die Nachhaltigkeit betreibt das Unternehmen dazu eigene Biogas-, Wasser und Windkraftanlagen.

Vereinfacht erklärt lassen sich die Ausbildungen in zwei Bereiche unterteilen. Technische Berufe, bei denen sich alles um Elektrizität dreht und nichttechnische, bei denen kaufmännisches Handeln oder Informatik im Vordergrund stehen.

Als Beispiel für einen technischen Beruf stellten die beiden Auszubildenden „ihren“ Beruf vor: Elektroniker für Betriebstechnik. In der dreieinhalbjährigen Ausbildung lernt man wie Energie umgewandelt, transportiert und gesteuert wird, wie speicherprogrammierbare Steuerungen funktionieren und wie man Energieverteilungsanlagen montiert. Voraussetzung dafür sind gute Leistungen in Mathematik und Physik, Logisches Denkvermögen, Verantwortungs- und Sicherheitsbewusstsein.Die EAM zu Gast an der JTS „Ihr solltet Spaß an Naturwissenschaften haben und menschlich gut drauf sein, dann seid ihr hier richtig“, erklärte Bräuer seinen Zuhörern. Mit der Fachkraft für Wasserversorgungstechnik gibt es eine weitere handwerkliche Ausbildung. Hier geht es um Betrieb, Überwachung und Instandhaltung von Wasserversorgungseinrichtungen.

Wer sich für Handwerk und Technik nur wenig begeistern kann, hat mit der Ausbildung zum Industriekaufmann eine spannende Alternative. In der dreijährigen Ausbildung geht es um Bereiche wie Finanz- und Rechnungswesen, Kommunikation, Einkauf- und Materialwirtschaft, Personal und Recht. Dazu sollte man gute Noten in Mathematik, Deutsch und Englisch mitbringen, sowie kaufmännisches Geschick, eine schnelle Auffassungsgabe und Interesse für wirtschaftliche Zusammenhänge. Wer kommunikativ ist und gerne organisiert, kann zudem Kaufmann für Büromanagement werden.

Duale Ausbildungen bieten die Chance, Studium und Ausbildung miteinander zu verknüpfen. Neben dem Studium, etwa an der Technischen Hochschule Mittelhessen wartet in den Semesterferien die Berufspraxis im Betrieb. Angeboten werden bei der EAM der Bachelor of Science Elektrotechnik oder Wirtschaftsinformatik und der Bachelor of Engineering -Ingenieurswesen- Elektrotechnik.

„Wir haben eine sehr hohe Übernahmequote. Wer seine Ausbildung erfolgreich abschließt, hat gute Chancen auf eine Karriere bei der EAM“, betonte Bräuer. Zudem gibt es viele tolle Angebote rund um die Ausbildung, wie Sportveranstaltungen, Office-Schulungen und Gesundheitsprävention.

Damit der Weg zur Arbeit nicht allzu weit ausfällt gibt es in Baunatal den EAM-Campus. Hier wohnen die Auszubildenden mit Gleichaltrigen zusammen, werden von Pädagogen unterstützt und haben viele Freizeitmöglichkeiten, etwa auf hauseigenen Sportplätzen. „Ihr habt nur Vorteile, wenn ihr da wohnt. Es sind gerade mal zwei Minuten zu eurer Ausbildungsstelle“, erläuterte Bräuer.

Im Anschluss hatten die Textorianer die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Interessant fanden die Schülerinnen und Schüler vor allem die Einstufungstests in Mathematik, die einen zu Beginn der Ausbildung erwarten. Zum Abschluss machte Bräuer ihnen Mut: „Eine gute Ausbildung ist ein guter Start ins Leben.“  

Bei den Realschülerinnen und -schülern kam die Veranstaltung gut an: „Ich fand es sehr gut. Es war interessant und man hat sehr viel über den Beruf gelernt. Ich könnte mir gut vorstellen, Elektroniker für Betriebstechnik zu werden“, fasst ein Schüler seine Eindrücke zusammen. Wüst zog ebenfalls eine positive Bilanz: „Es war eine gute Sache. Ich hoffe, wir finden gute interessierte Leute.“

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