Haiger, 04.03.2026.
Einmal selbst eine Tora oder einen jüdischen Kerzenleuchter, eine sog. „Menora“, in die Hand nehmen durften die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 und 8 des Realschulzweigs beim Besuch der Wanderausstellung des Jüdischen Museums an der Johann-Textor-Schule.
Wer bin ich in einer fremden Sprache? Um diese Frage ging es in der Vorstellungsrunde zu Beginn der Veranstaltung. Thematisiert wurden dabei verschiedene Sprachen und kulturelle Hintergründe, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu entdecken. Mit einem Schwungtuch wurden anschließend die Themen des Workshops wie etwa Liebe, Sprache, Essen und Glaube vorgestellt.
Zu jedem Thema wurde eine Schülergruppe gebildet mit dem Auftrag, jüdische Gegenstände zu finden, die zu den von den Jugendlichen von zu Hause mitgebrachten Dingen passen. So sollen die Jugendlichen mehr über den jüdischen Glauben und die Kultur entdecken und Gemeinsamkeiten herausfinden, erklärt Ines Meyer-Kormes vom Jüdischen Museum in Berlin, die das Projekt gemeinsam mit ihrem Kollegen Elad Oren durchführt.
Am Ende des Workshops bauten alle Teilnehmer eine neue Ausstellung mit allen Gegenständen und erzählten, was sie über das Judentum gelernt haben. So erfuhren die Textorianer, ab wann Lebensmittel als „koscher“ gelten, also den Regeln der Tora entsprechen und dass die Schöpfungsgeschichte fast inhaltsgleich in der Tora und in der Bibel zu finden ist, nur mit einer anderen Übersetzung.
„Ich fand es gut. Es war ein spannender Einblick und man hat sehr viel gelernt“, fasste ein Schüler am Ende des Workshops seine Eindrücke zusammen.