Arbeitswelt hautnah

Haiger, 01.06.2026.

Jobinterview in Kompo7Einen Blick in die Arbeitswelt durften die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 des Haupt- und Realschulzweigs der Johann-Textor-Schule bei den Jobinterviews werfen. Ausgestattet mit einem Fragebogen aus dem Berufsorientierungsprogramm „Kompo7“ durften sie Klaus Herter, Marktleiter bei Edeka Göbel, Rudolf Paulus, Ausbildungskoordinator bei Hering Bau und Daniela Lenz, Ausbildungsleiterin bei der Diakonie Bethanien, allerhand Fragen rund um ihren Beruf stellen.

„Gegessen und getrunken wird immer. Es ist ein sicherer Job für die Zukunft“, erklärte Hertel den Siebtklässlern. Zuvor hatte er mit einer Präsentation den Arbeitgeber Edeka Hessenring vorgestellt, der 7731 Mitarbeiter beschäftigt und 328 selbstgeführte Filialen betreibt. Neben dem Kaufmann im Einzelhandel kann man sich dort auch zum Fleischer oder Frischespezialist ausbilden lassen. Wer mag, kann sich auch zum Handelsfachwirt weiterqualifizieren. „Es ist abwechslungsreich, man hat jeden Tag mit Menschen zu tun und es macht einfach Spaß“, antwortet Hertel auf die Frage, was ihn jeden Tag motiviert und warum er sich für den Job entschieden hat. Außerdem erfuhren die Jugendlichen, das Mathe- und IT-Kenntnisse von Vorteil sind und man im Einzelhandel im Schichtsystem arbeitet.

Jobinterview in Kompo7„Wenn ihr das Gefühl habt, das könnte mir liegen, dann probiert es einfach aus“, ermutigte Paulus seine Zuhörer. Ein Praktikum ist bei Interesse jederzeit möglich, erklärte der Betonbaumeister, der schon seit vielen Jahren Auszubildende betreut. „Das ist genau mein Ding“, entgegnet er auf die Frage, wofür er jeden Morgen aufsteht. Bei Hering Bau können Jugendliche 13 unterschiedliche Berufe aus dem Baugewerbe erlernen, wie etwa Maurer oder Elektriker und sich danach auch entsprechend weiterbilden.

Jobinterview in Kompo7„Wir tun ganz viel dafür, dass ihr euch für die Pflege begeistert“, erklärte Lenz den Schülerinnen und Schülern. Pflege bedeutet dabei, Menschen bei allen Dingen zu helfen, die sie alleine nicht mehr können, wie zum Beispiel aus dem Bett aufstehen oder Essen zubereiten. Nach der Ausbildung zum Pflegefachmann oder zur Pflegefachfrau stehen einem vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten offen, etwa in den Bereichen Wundtherapie oder Umgang mit Demenzkranken. Zudem ist die Schwelle zum Aufstieg in eine Leitungsposition gut zu nehmen und bereits in der Ausbildung erhält man ein stattliches Gehalt. Auf die Frage nach ihren schönsten Erlebnissen im Beruf erzählt Lenz von einem 90jährigen, der erst in einer Senioren-WG seinen besten Freund kennengelernt habe und dafür sehr dankbar sei. „Solche Momente im Job machen glücklich. Und was gibt es Sinnvolleres als Menschen beim Leben zu helfen?“, fragte sie. Wer Interesse an dem Beruf hat, sollte eine offene Art haben, gut mit Menschen umgehen können und eine Leidenschaft für das Helfen haben.

Bei den Textorianern kam die Veranstaltung gut an: „Es war ein interessanter Einblick“, schildert eine Schülerin ihre Eindrücke. „Ich fand gut, dass wirklich jede Frage beantwortet wurde, so kann man sich den Beruf gut vorstellen“, ergänzte ein Mitschüler.