StartBerichteKlare Sicht beim Thema Rauchen und Alkohol

Klare Sicht beim Thema Rauchen und Alkohol

Haiger, 11.09.2019

Vom 09. bis 11. September war das Projekt "KlarSicht" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu Gast an der Johann-Textor-Schule. Der interaktive Mitmachparcours bot rund 300 Schülern die Gelegenheit, sich mit Alkohol- und Nikotinkonsum auseinanderzusetzen und so eine gut informierte und kritische Haltung zu diesen Suchtmitteln aufzubauen.

"KlarSicht"-Projekt an der JTSDabei geht es nicht um eine mit erhobenem Zeigefinger gehaltene Moralpredigt „von oben“, sondern vielmehr um eine möglichst selbständige Beschäftigung mit der Thematik, betont Projektleiter Sebastian Tesch. So konnten die Schüler sich selbst in Gruppen zusammenfinden und eigene Themenschwerpunkte setzen, die ihnen wichtig waren. Tesch und sein Moderatorenteam wollten, dass sie sich ernst genommen fühlen und außerhalb einer klassischen Unterrichtssituation miteinander ins Gespräch kommen sollten. Unterstützt wurden sie dabei von Mitarbeitern der Stadtjugendpflege Haiger, des Ganztages und Praktikantinnen, die als Co-Moderatoren mit dabei waren.

Angeboten wurden hierzu fünf Stationen, die unterschiedliche Themenbereiche abdeckten. An der Station „Alkohol“ wurde mit „Drehbar“ das Vorwissen der Schüler abgefragt, indem sie verschiedene Flaschen auf einer drehbaren Scheibe identifizieren sollten. An der „Trinkbar“ wurde geklärt, welche Getränke den größten Anteil an reinem Alkohol aufweisen. Eine Übersicht informierte zudem über den Einfluss von Alkohol auf den Körper. Hier ging es nicht darum, den Alkoholkonsum per se zu verteufeln, sondern um einen kritischen und bewussten Umgang.

"KlarSicht"-Projekt an der JTSUm Werbeversprechen der Alkohol- und Tabakindustrie ging es an der Station „Images“. Schlagworte wie Stimmungsmacher, Erholung, Freiheit und Coolness wurden hier kritisch hinterfragt. Nicht nur die körperlichen, sondern auch die finanziellen Folgen von Tabakkonsum wurden an der gleichnamigen Station thematisiert. Tesch berichtete, dass hier insbesondere Wasserpfeifen, sog. „Shishas“, ein häufiges Gesprächsthema seien. Unvernebelt war dabei die klare Aussage der Station: Nichtrauchen ist gesund und clever.

An der Station „Talkshow“ wurde mittels Bildern eine Geschichte entwickelt, in der es um Probleme ging, die durch Alkohol- oder Tabakkonsum entstehen können. So konnte jeder Erfundenes aber auch tatsächlich Erlebtes anonym einbringen. Einzige Bedingung dabei: die Geschichte musste einigermaßen realistisch sein. Im Anschluss ging es dann an die Analyse: Welche Folgen gibt es? Was kann man tun? Wer kann helfen?

"KlarSicht"-Projekt an der JTSHighlight des Parcours war die Station „Drunkbuster“. Hier setzten die Schüler eine Rauschbrille auf, die einen Promillewert von 1,3 bis 1,5 simuliert. In diesem künstlichen Rausch sollte man einen Ball entlang einer Linie transportieren. Eine eigentlich einfache Aufgabe, die vielen trotz klarem Kopf bei vernebelten Blick sichtlich schwerfiel. „Das zeigt einem deutlich, dass man nicht zuviel trinken sollte.“ meinte Belinay, die diese Station am besten fand. Insgesamt hat ihr der Parcours sehr gut gefallen und sie nimmt viele neue Infos mit: „Nicht zuviel zu trinken und nicht zu rauchen ist wichtig für später, vor allem wenn man selber Kinder hat“.

Begeistert war auch Schulleiter Norbert Schmidt, der die tolle didaktische Aufbereitung lobte und auf die Bedeutung von Prävention hinwies. Bürgermeister Mario Schramm sah es bei seinem Besuch am Dienstag ebenfalls als eine „Top-Aktion an einer Top-Schule“. Zufrieden zeigte sich auch Jennifer Schönberger, Beauftragte für Suchtprävention an der JTS: „Die Schüler haben wirklich toll mitgearbeitet, sich eingebracht und hoffentlich auch etwas mit nach Hause genommen. Wir hoffen, dass der Parcours in den nächsten Jahren wieder zu uns an die JTS kommen kann.“

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