StartArchivArchiv 2010Verabschiedung mit Traumnote

Verabschiedung mit Traumnote

Musikalische Beiträge bei der Verabschiedung"Ihr seid schon im Finale - die deutschen Fußballer sind noch auf dem Weg dahin", rief der Elternbeiratsvorsitzende Hartmut Jaeger (Steinbach) den 195 Teenagern zu, für die am Mittwochabend die Zeit an der Johann-Textor-Schule zu Ende ging. In einem feierlichen Akt in der Stadthalle verabschiedete die "JTS" drei Hauptschul-, drei Realschul- und zwei Gymnasialklassen mit vielen guten Wünschen.Zum Programm gehörten neben der feierlichen Übergabe der Zeugnisse auch einige Musikstücke, die von Musiklehrer Jürgen Poggel begleitet wurden, sowie Power-Point-Präsentationen. Die "Abgänger" Laura Krasniqi und Enzo Olizzo führten durch das Programm.

Schulleiter Dr. Gerald Lohwasser erinnerte die jungen Menschen an die in ihrer Schulzeit erworbenen Kompetenzen. Wichtig seien "fachliche, soziale und persönliche Kompetenz". Lohwasser verabschiedete anschließend die Kollegen Jutta Arnold, Margitta Seipp und den Hauptschulleiter Helmut Haas. Der Direktor lobte die gute Zusammenarbeit mit den Pädagogen.

"Bildung ist nicht das Befallen von Fässern, sondern das Entzünden von Flammen", erinnerte Franziska Philippus, die Vorsitzende der Schülervertretung, an den griechischen Philosophen Heraklit. Dies hätten die Pädagogen der Textorschule geschafft. Für die Schüler habe es "viele Herausforderungen" gegeben, jetzt gelte es, "die Bequemlichkeit hintenan zu stellen". "Ich wünsche Euch die richtigen Ziele sowie verständnisvolle Ausbilder und Lehrer", verabschiedete sich die "Vorsitzende" von ihren Mitschülern.

Torsten Tobor stellte sehr originell die Lehrer des Abschlussjahrgangs vor und bedankte sich bei seinen Kollegen und den Schülern für eine schöne gemeinsame Zeit.

Hartmut Jaeger vom Elternbeirat bezog sich in seiner Rede auf die WM und dankte "den Lehrerinnen und Lehrern, die Euch wie gute Trainer einer Nationalmannschaft in den letzten Jahren begleitet haben, damit Ihr das Finale erreicht". Den "Abgängern" wünschte er Beweglichkeit, Standfestigkeit und Glaubwürdigkeit. "Ihr habt Euch in Eurer Schulzeit Schlüsselqualifikationen angeeignet", sagte Jaeger und wünschte den jungen Leuten, "den Mut, ihre Zukunft zu gestalten".

Die Jahrgangsbesten der einzelnen SchulzweigeZu den Höhepunkten des Abends gehörte die Ehrung der Besten der drei Schulformen. In der Hauptschule schaffte Danny Jaskotka aus der 9H3 mit einem Gesamtschnitt von 2,0 den besten Abschluss, dicht gefolgt von Christian Jüttner aus der 9H1 mit einem Schnitt von 2,1. Hauptschul-Leiter Helmut Haas zeigte sich sehr erfreut darüber, dass zahlreiche "qualifizierte Hauptschulabschlüsse" erreicht worden seien. Auch hätten viele junge Leute eine Ausbildungsstelle erhalten, was auch auf das neue Schulkonzept und die Zusammenarbeit mit heimischen Betrieben zurückzuführen sei. Realschul-Leiter Johannes Brombach zeichnete Laura Krasniqi aus der 10R1 (Schnitt 1,6) und Patricia Hain (10R2, 1,7) für ihre Leistungen aus.

Ein regelrechtes Traumzeugnis durfte sich im Gymnasialbereich Leonie Casimir abholen, die mit 1,0 den bestmöglichen Notendurchschnitt erreichte. Dicht hinter ihr folgte Stephanie Weiß, in deren Klasse-Zeugnis (Notenschnitt: 1,08) sich irgendwo eine "2" hineingemogelt haben muss. Gymnasial-Leiter Günther Brée lobte die jungen Damen aus der Klasse 10 G2 für ihre hervorragenden Leistungen. Bemerkenswert: Neun der 60 Gymnasiasten hatten "eine 1 vor dem Komma", wie Brée mitteilte. Alle Geehrten erhielten einen Buchgutschein sowie einen Theatergutschein der Stadt Haiger für eine Aufführung ihrer Wahl.

Ein besonderes Erlebnis war die Verabschiedung auch für einige "Neu-Textorianer". 12 Schüler der Budenbergschule (Schule für Lernbehinderte) waren kurzfristig zur "JTS" gewechselt, um sich dort auf den Hauptschul-Abschluss vorzubereiten. "Das Experiment ist zu 100 Prozent gelungen", freute sich Schulleiterin Silvia Fladerer (Budenberg). Alle 12 Teenager hätten den Abschluss geschafft. Damit habe zunächst niemand gerechnet. "Ihr habt Euch gegenseitig den Rücken gestärkt und durch diesen Erfolg viel Selbstbewusstsein gewonnen. Ich bin stolz auf Euch.", lobte die Pädagogin ihre Schützlinge.

(Haigerer Kurier, 25.06.2010, Fotos: bec, Text: rst.)

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 11. April 2012 21:21

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