Haiger, 16.12.2024
Ein mit Wasserstoff betriebenes kleines Auto einmal selbst bauen - diese Gelegenheit bekamen die Realschüler und -schülerinnen des Jahrgangs 8 am 16.12., als Ausbilder Jerome El Mouafiq von der Isabellenhütte Dillenburg mit den Auszubildenden Jacob Eckhardt, Leo Hudel und Klaris Kajas zu Gast war. Der Besuch fand im Rahmen des Projekts „I AM MINT“ statt, das Jugendliche für naturwissenschaftliche Berufe begeistern soll.
Bevor die Textorianer selbst Hand anlegen durften, bekamen sie in einem Vortrag zunächst einige Infos zur Isabellenhütte. Das Unternehmen zählt rund 1100 Mitarbeiter und hat neben seiner Zentrale in Dillenburg auch Standorte in den USA, China und Japan. Die Ursprünge gehen sogar zurück bis ins Jahr 1482. Seit 1827 befindet sich das Unternehmen im Besitz der Familie Heusler. Es zählt heute zu den weltweit führenden Herstellern von Thermo- und Widerstandslegierungen sowie niederohmigen Präzisions- und Leistungswiderständen. Zudem stellt es hochwertige Präzissionsmesstechnik her. Kunden des Unternehmens kommen aus der Luft- und Raumfahrttechnik, der Automobilindustrie und der Medizintechnik. Bauteile aus der Isabellenhütte findet man zum Beispiel auch in elektrischen Rennwagen aus der Formula E.
15 verschiedene Ausbildungsberufe werden in dem Unternehmen angeboten. Neben Berufen, die mit der Produktion zu tun haben, wie Mechatroniker, Gießereimechaniker und Werkzeugmechaniker kann man auch Industriekaufmann oder Mediengestalter werden. Die Auszubildenden vor Ort konnten dabei direkt von ihren Erfahrungen erzählen. Eckhardt, der derzeit eine Ausbildung zu Mechatroniker absolviert, berichtete den Schülerinnen und Schülern, wie er lernte Metall zu feilen und einen Schaltschrank zu verkabeln. Kajas, ein angehender Industriekaufmann schilderte seinen Einsatz in verschiedenen Abteilungen, wie beispielsweise Marketing und Verkauf.
Einig waren sich beide, dass die Bedingungen für die Ausbildung im Betrieb hervorragend sind. So bekommt jeder Auszubildende ein eigenes Notebook oder Tablet und neben der Berufsschule wird vor Ort ein eigener Werksunterricht angeboten, um so optimal auf die Prüfungen vorbereitet zu sein. Da verwunderte es auch kaum, dass die Isabellenhütte bereits sechs Mal das Zertifikat „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“ erhalten hat. „Wir haben uns für die Isabellenhütte entschieden, weil sie so eine tolle Ausbildung bietet“, betonte Jacob.
In Kleingruppen konnten die Schülerinnen und Schülern dann an ihren Wasserstoffautos tüfteln, bevor in einem kleinen Wettbewerb geprüft wurde, welche Gruppe die beste Arbeit abgeliefert hat. Souverän durchgesetzt hat sich einen Mädchengruppe, deren Auto am Längsten fuhr.
Zum Abschluss bekamen die Jugendlichen die Gelegenheit, den Gästen aus Dillenburg Fragen zu stellen. „Die Berufe bei uns sind sehr vielfältig. Da ist für jeden etwas dabei“, hob El Mouafiq am Ende noch einmal hervor.