StartBerichteTextorianer finden den richtigen Job schon in der Schule

Textorianer finden den richtigen Job schon in der Schule

Haiger, 13.03.2026

Die Berufsbildungsmesse 2026 an der JTSAls einer der Höhepunkte des Schuljahres fand auch in diesem Jahr wieder die Berufsbildungsmesse an der JTS statt. Sie ist mittlerweile eine feste Tradition und ein wichtiger Baustein im Rahmen der Berufsorientierung. In diesem Jahr stellten fast 70 Aussteller aus den unterschiedlichsten Branchen, wie Handwerk, Gesundheit und öffentlicher Dienst Schülerinnen und Schülern ihre Ausbildungsangebote vor und boten die Gelegenheit, sich gleich auf einen Ausbildungs- oder Praktikumsplatz im Rahmen von SchulePlus zu bewerben. Weiterbildungsangebote wie die Kaufmännischen Schulen Dillenburg und die Technische Hochschule Mittelhessen waren ebenfalls mit Infoständen präsent.

Während die Messe am Freitagvormittag nur Schülerinnen und Schülern vorbehalten war, durften am Nachmittag alle Interessierten erleben, welche vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten es in der Region gibt. Für das leibliche Wohl aller Messeteilnehmer war bestens gesorgt. 

Die Berufsbildungsmesse 2026 an der JTS„Wir haben dieses Jahr ein kleines Jubiläum. Die Berufsbildungsmesse gibt es nun schon seit zehn Jahren. Sie hat sich über die Jahre zu einem großen Event entwickelt. Sie ist ein zentraler Punkt und ein Erfolgsmodell an unserer Schule“, mit diesen Worten eröffnete der Stellvertretende Schulleiter der JTS, Matthias Deffner, die Berufsbildungsmesse. Neben Praktika und SchulePlus sei die Berufsbildungsmesse ein wichtiger Baustein, um einen engen Praxisbezug herzustellen, betonte Deffner. „Sie ist eine einmalige Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen. Nutzt diese Chance. Das ist wertvolle und gut investierte Zeit“, ermutigte er die Schülerinnen und Schüler. Seinen Dank richtete er an die Schirmherren der BBM: den Haigerer Bürgermeister Mario Schramm, den Landrat des Lahn-Dill-Kreises Carsten Braun und Prof. Dr. Friedhelm Loh. Die Übernahme der Schirmherrschaft durch Prof. Dr. Loh sei ein besonderes Zeichen und zeige, dass die Ausbildung junger Menschen eine Herzensangelegenheit für ihn sei, erklärte Deffner. Zudem dankte er Alexander Schüler, Stufenleiter der Jahrgänge 9 und 10, der sich gemeinsam mit einem Team aus Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern für die Organisation verantwortlich zeichnete.

Bürgermeister Mario Schramm blickte ebenfalls auf die Anfänge der Berufsbildungsmesse 2016 zurück. Damals sei man mit 6 Betrieben gestartet und heute sei die Aula prallvoll mit tollen Ausstellern und erwartungsfrohen jungen Menschen. Die heimischen Unternehmen machten ihn stolz auf die Region und besonders freue ihn, dass mit der Friedhelm Loh Group ein „Global Player“ dabei sei, den die Schülerinnen und Schüler nun hautnah erleben durften. „Das ist der richtige Weg“, freute sich Schramm. „Geht euren Weg“, ermutigte er die Jugendlichen: „Wir wollen net schwätze, wir wollen machen!“.

Die Berufsbildungsmesse 2026 an der JTS„Die Johann-Textor-Schule ist eine tolle Schule mit einem engagierten Kollegium“, lobte Landrat Carsten Braun die schulische Arbeit. Für die Jugendlichen sei es absolut wichtig, dass sie die Möglichkeit zur beruflichen Orientierung bekämen, erklärte er. Rückblickend auf seinen eigenen Weg hätte er in seiner Zeit als Polizeibeamter nie gedacht, einmal Bürgermeister und später Landrat zu sein. „Im Leben gehen Türen auf, Stärken werden in euch gesehen, darauf müsst ihr hören“, forderte er die Jugendlichen am Ende seiner Rede auf. 

Vor 70 Jahren sei er selbst an diese Schule gegangen, blickte Prof. Dr. Loh zu Beginn seiner Eröffnungsrede zurück. Die Schule könne stolz sein auf zehn Jahre Berufsbildungsmesse und SchulePlus: „Die Johann-Textor-Schule tut aus Eigeninitiative alles, damit ihr erfolgreich seid“, betonte er. Die Schülerinnen und Schüler müssten sich nun fragen, wer sie sein wollen und was sie antreibt. Einen Hinweis darauf könnten auch die eigenen Hobbys sein. Er riet den Jugendlichen, ihr Handy abzuschalten und sich in einer ruhigen Minute mit Stift und Block hinzusetzen, um über diese Fragen nachzudenken. „Sie haben eine Welt vor sich, die mit der Welt als ich anfing, nicht vergleichbar ist. Sie können sich permanent weiterentwickeln. Schule und Gesellschaft erwarten das“, gab er den Textorianern mit auf den Weg. Er dankte den teilnehmenden Unternehmen für ihr Engagement und betonte, er sei stolz auf den Bekanntheitsgrad unserer Region in Bezug auf die Berufsorientierung. Zum Abschluss hatte der erfolgreiche Unternehmer noch einen wichtigen Rat für die Schülerinnen und Schüler: „Man muss es wollen. Man muss es tun. Man muss sich weiterentwickeln. Dann sind sie ein Gewinner.“

Die Berufsbildungsmesse 2026 an der JTSEinen Minibagger bedienen oder Radlader fahren, diese Gelegenheit bot die Baufirma Karl Fey auf dem Außengelände an. Mithilfe des Baggers galt es, eine kleine Metallstange in ein Rohr einzuführen, keine leichte Aufgabe. Dennoch war es eine einmalige Chance, die viele Schüler begeisterte. Wer sich nicht hinter das Steuer traute, durfte sich bei der Firma Gerhardt & Weigel als Maurer versuchen und einen Stein mit dem eigenen Namen in einen Sockel einsetzen, der später einen Tisch im Schulgarten tragen wird. Auf spielerische Art und Weise konnten die Jugendlichen so erfahren, welche Fähigkeiten im Baugewerbe gefragt sind.

Welcher der Trennschleifer ist kaputt? Um diese Aufgabe zu lösen, probierten sich die Textorianer als Land- und Baumaschinenmechatroniker und überprüften am Stand der Firma DiTec die entsprechenden Motoren indem sie die Kolben mit einer Kamera untersuchten. Der Kindergarten Haiger hatte eine Schatzkiste im Gepäck, die mit glitschigen Wasserperlen gefüllt war. Aufgabe der Schülerinnen und Schüler war es, hierin kleine Glassteine zu finden.

Die Berufsbildungsmesse 2026 an der JTSGeschicklichkeit gefragt war auch am Stand der Firma Cohline. Hier galt es eine Stange mit einem kreisförmigen Aufsatz so um ein verwinkeltes Messingrohr zu führen, dass dieses nicht berührt wurde. Bei der Bundespolizei konnten die Jugendlichen mittels Virtual Reality in den Berufsalltag der Bundespolizisten eintauchen und virtuell einen Hubschrauberflug oder eine Rettungsaktion auf hoher See erleben.

Die Schülerinnen und Schüler waren von der Messe begeistert: „Die Messe war toll. Die Mitarbeiter an den Ständen waren sehr nett und man konnte die Arbeitswelt hautnah erleben“ berichtete eine Schülerin. „Mir hat es gut gefallen. Man erfährt, was die Leute arbeiten und welche unterschiedlichen Berufe es alles gibt“, ergänzte ein Mitschüler.  „Es ist super, dass man viele tolle Sache ausprobieren kann“ betonte eine Mitschülerin.

Die Aussteller vor Ort waren ebenfalls zufrieden: „Wir haben alle Hände voll zu tun und die Schülerinnen und Schüler sind gut vorbereitet und stellen tolle Fragen“, berichtete eine Mitarbeiterin des DRK.

Die nächste Berufsbildungsmesse an der JTS findet voraussichtlich im Frühjahr 2027 statt.

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